Demisexualität ist ein Begriff, der in den letzten Jahren in den Medien immer häufiger auftaucht. Was sich hinter dem Begriff versteckt, erfährst Du in diesem Beitrag.

Eine demisexuelle Person bezeichnet man häufig als teilweise sexuell. Der Begrifflichkeit nach verspürt sie erst dann eine sexuelle Anziehung, wenn sie mit einer bestimmten Person eine emotionale und tiefe Beziehung aufgebaut hat. Diese emotionale Bindung ist allerdings keine Garantie dafür, dass sich bei ihr das Gefühl einer sexuellen Anziehung einstellt.

Demisexuelle Menschen fokussieren sich vor allem auf den Aspekt des Kennenlernens. Sie möchten sich mit seinem Gegenüber wohl und geborgen fühlen – Sex ist ausschließlich eine angenehme Erweiterung, falls es dazu überhaupt kommt. Wie in jedem Gebiet der sexuellen Neigung gilt selbstverständlich nicht für jede demisexuelle Person das Gleiche und jeder lebt seine Demisexualität auf vollkommen individuelle Art aus. Den Begriff versteht man dementsprechend ausschließlich als Erklärungsansatz.

Asexualität vs. Demisexualität – Wo liegt der Unterschied?

Demisexualität ist eine Unterkategorie der Asexualität: Demisexuelle Menschen haben häufig längere Phasen, in denen Geschlechtsverkehr für sie gar kein Thema ist.

Die Demisexualität ist der Asexualität somit sehr ähnlich, sie muss von ihr jedoch gleichzeitig abgegrenzt werden. Was ist der Grund? Im Gegensatz zu asexuellen Personen, die überhaupt kein sexuelles Verlangen haben, empfinden demisexuelle Personen durchaus physische Anziehung zu anderen Menschen – allerdings um einiges später als Allosexuelle (hetero-, bi- und homosexuelle Menschen). Sie bezeichnen sich selbst als sogenannte Gray ace: Damit ist die Grauzone zwischen Allosexualität und Asexualität gemeint.

Fazit

Genau wie allosexuelle können auch demisexuelle Personen diverse sexuelle Neigungen haben. Sie können beispielsweise homo-, hetero- oder bisexuell sein, polyamouröse Beziehungen pflegen oder in monogamen Verhältnissen leben.