Es fällt mir schwer, diese Zeilen an Dich zu schreiben. Kein Wort möchte recht passen. Und doch fühle ich den Drang, mich Dir auf diesem Weg mitzuteilen. Verzeih, dass ich die Schriftform wähle, doch scheint mir diese Distanz angebracht: In letzter Zeit haben wir oft und heftig miteinander diskutiert, wobei im Affekt harte Worte gefallen sind. Ein Brief verhindert impulsive Überreaktionen, die wir im Nachhinein bereuen würden.

Ich denke, wir sind an einem Punkt angelangt, wo es einfach nicht mehr weiter geht: Zu vieles liegt in Trümmern. Man kann Scherben zusammenkitten, doch werden die Bruchstellen immer schmerzhaft sichtbar sein. Das möchte ich nicht – es wird dem, was wir einst hatten, nicht gerecht.

Ich habe Dich sehr geliebt, wir haben eine wunderbare Zeit miteinander verlebt und ich werde mich stets dankbar daran zurückerinnern. Doch in puncto Zukunft habe ich mich entschieden, meinen Weg ohne Dich fortzusetzen. Ich denke, es ist besser für uns beide. Bitte versuche, mich zu verstehen.