Es gibt Tage, die keine besondere Überschrift tragen und gerade deshalb kostbar sind. Kein Anlass, kein Feiertag, kein großer Moment – nur der gewöhnliche Lauf der Zeit. Und doch denke ich mitten in solchen Tagen oft an Dich.
Dann tauchst Du in meinen Gedanken auf, leise und selbstverständlich. Nicht wie eine Unterbrechung, sondern wie etwas, das längst zu meinem Inneren gehört. Ich erinnere mich an die Art, wie Du lächelst, wenn Dich etwas ehrlich berührt. An Deinen Blick, der aufmerksam wird, sobald jemand wirklich verstanden werden möchte. Und an diese ruhige Wärme, die Deine Nähe ausstrahlt, ohne jemals aufdringlich zu sein.
Mit Dir hat selbst das Alltägliche eine andere Tiefe bekommen. Gespräche verlieren ihre Oberflächlichkeit, Schweigen fühlt sich nicht leer an, und selbst ein kurzer gemeinsamer Moment bleibt oft länger in mir zurück, als ich erwartet hätte. Du hast die seltene Fähigkeit, Gegenwart bedeutend werden zu lassen.
Vielleicht schreibe ich Dir gerade deshalb. Nicht, weil etwas Besonderes geschehen wäre, sondern weil Du mir wichtig bist – auch zwischen all den gewöhnlichen Stunden. Ich möchte nicht warten, bis ein Datum mich daran erinnert, Dir das zu sagen.
Es ist ein stilles Glück, Dich zu kennen. Deine Gedanken, Deine Art zu fühlen, Deine leise Klarheit – all das begleitet mich häufiger, als Du vielleicht ahnst. Und manchmal reicht genau das aus, um einen Tag heller wirken zu lassen.
